Geschichte

1892 und 1894 Haben zwei russische Botaniker bereits versucht, in dieser Gegend einen Alpengarten zu gründen. Seluchin (1892) hinter dem Dent de Jaman in der Nähe des kleinen Sees und Jaczewski (1894) auf dem Nordhang der Rochers-de-Naye.

Diese beiden Versuche mussten jedoch aus diversen Gründen aufgegeben werden.

1896 setzte der Genfer Botaniker Henry Correvon das Werk fort, indem er den jetzigen Garten gründete.
Der Alpengarten der Rochers-de-Naye „Die Rambertia“, ist dem waadtländer Dichter, Professor der französischen Sprache, Naturforscher und leidenschaftlichen Anhänger des Schweizer Alpen-Clubs, Eugène Rambert (1830-1886), gewidmet. Sie  ist ein privater Garten und gehört dem gleichnamigen Verein.

Gemäß den Statuten vom 8. Juni 1896 ist der Garten zur Kultur von Pflanzen der europäischen Bergregionen (insbesondere der Schweiz), aber auch von anderen Kontinenten und den damit verbundenen wissenschaftlichen Beobachtungen bestimmt.

1904 organisierte die Rambertia den ersten internationalen Alpengarten-Kongress unter der Präsidentschaft von Prinz Roland Bonaparte.

1971 wurde anlässlich des 75. Jubiläums eine Broschüre herausgegeben, die neben anderen Themen eine Liste der wichtigsten im Garten kultivierten Pflanzen enthielt.

1996 feierte die Rambertia ihr 100-jähriges Bestehen unter dem Thema „Nepal“, ein Land, in dem eine große Anzahl seltener Pflanzen gedeihen. Auch sind die harten klimatischen Bedingungen, die dort auf etwa 4000m herrschen, mit denen der Rochers-de-Naye vergleichbar.

Zu diesem Anlass wurde der Himalaya-Steingarten angelegt und neben dem Zugangspfad ein Stupa (Symbol des Buddhismus)  sowie auf dem gegenüberliegenden Berggrat ein Kreuz (Symbol des Christentums) errichtet.

Der Reinerlös dieser Veranstaltung wurde zur Unterstützung einer Schule in Nepal verwendet – als Anerkennung gegenüber der Bevölkerung dieses Landes, die unter viel schwierigeren Bedingungen lebt als wir hier.

Gleichzeitig wurde eine neue, gut illustrierte Broschüre mit einem kleinen Einblick in die Botanik, den wichtigsten im Garten kultivierten Pflanzen und einem historischen Rückblick herausgegeben.

Im Sommer 2004 veranstaltete die Rambertia die technischen Tage für die JBF (Vereinigung Botanischer Gärten Frankreichs und französisch sprechender Länder) und den HBH (Verband von 33 Schweizer botanischen Gärten und Botanischen Sammlungen).

Die Rambertia ist in Kontakt mit etwa 100 botanischen Gärten oder Alpengärten (besonders für den Samenaustausch). Sie  ist Mitglied der folgenden Organisationen:

  • BGCI (Botanic Gardens Conservation International)
    • Internationale Erhaltung Botanischer Gärten
  • HBH (Hortus Botanicus Helveticus)
    • Verband der Schweizerischen Botanischen Gärten und Sammlungen, die 33 Schweizer botanische Gärten und Sammlungen umfasst.
  • JBF (Jardins Botaniques de France et des pays francophones)
    • Botanische Gärten Frankreichs und Französisch sprechender Länder
  • IPEN ( International Plant Exchange Network)
    • Internationales Netzwerk für Pflanzenaustausch